Salzburger Fotomarathon 2026

6 Stunden, 6 Bilder: Mein Tag beim 5. Salzburger Fotomarathon 2026

Am Samstag, dem 16. Mai 2026, hieß es für mich, Michael Bauer und (dieses Mal neu dabei) Purgi Wurzer wieder: Speicherkarte formatieren, Akkus laden und ab ins kreative Abenteuer! Das Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain lud in Zusammenarbeit mit der Landesinnung der Salzburger Berufsfotografie zum 5. Salzburger Fotomarathon ein. Wer schon einmal einen Fotomarathon (wie den Wiener oder Tiroler) bestritten hat, kennt das klassische Prinzip: Man bekommt morgens eine Liste mit allen Themen und kann sich den Tag komplett frei einteilen. In Salzburg läuft das Ganze aber nach einem ganz eigenen, ziemlich intensiven System ab.

Nach der Registrierung und der offiziellen Begrüßung durch Innungsmeister Franz Neumayr und Museumsdirektor Peter Fritz im Besucherzentrum um 9:30 Uhr ging es um Punkt 10:00 Uhr ans Eingemachte:

Pünktlich zu jeder vollen Stunde flatterte das aktuelle Thema per SMS auf das Smartphone. Ab diesem Moment tickte die Uhr: Wir hatten exakt 60 Minuten Zeit, um eine kreative Idee zu entwickeln und diese auf dem Gelände umzusetzen – bis das nächste Thema droppte.

Die Motive durften auf dem weitläufigen Areal des Freilichtmuseums entstehen. Die historischen Bauernhöfe und Naturpfade bieten zwar unendlich viele Möglichkeiten, schränken einen geografisch aber natürlich auch ein.

In der Mittagspause von 13:00 bis 14:00 Uhr gab es für alle Teilnehmer ein Lunchpaket, um kurz durchzuatmen und sich mit anderen Fotobegeisterten auszutauschen, bevor es in die zweite Halbzeit ging.

Um 16:00 Uhr wurde dann das letzte Thema ausgesendet und im Anschluss um 17:00 Uhr mussten die sechs Bilder bei den Organisatoren abgegeben werden. Wie für einen Fotomarathon üblich durften die Bilder nicht bearbeitet werden. Vor dem Start musste die Speicherkarte komplett leer sein. Jegliche externe Bildbearbeitung am Laptop oder Smartphone via Lightroom oder Photoshop war strengstens verboten – erlaubt waren ausschließlich kamerainterne Anpassungen. Die Bilder mussten im JPG-Format abgegeben werden, und die Jury kontrolliert die Einhaltung der Zeitfenster später ganz genau anhand der EXIF-Daten. Das zwingt einen dazu, schon beim Auslösen extrem präzise zu arbeiten. Spannende Neuerung am Rande: 2026 gab es zum ersten Mal auch eine eigene Kategorie für analoge Fotografie, bei der den Teilnehmern ein Kleinbildfilm zur Verfügung gestellt wurde! Ich war allerdings wie gewohnt digital unterwegs.

Eine kleine Besonderheit habe ich mir dieses Mal gestellt. Da ich gehört hatte, dass die Jury mehr die gesamte Bildserie bewertet als die einzelnen Bilder, habe ich versucht ein gemeinsames Element bei allen Bildern einzubauen. So habe ich mich entschieden bei jedem Bild auf eine gemeinsame Diagonale von links oben nach rechtsunten zu achten.